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Canon EOS 90D Spiegelreflexkamera

Aktualisiert: 14. Nov 2020



Bei der EOS 90D handelt es sich um den Nachfolger der in die Jahre gekommenen EOS 80D.

Das Gehäuse misst etwa 147 x 105 x 77 Millimeter (Breite x Höhe x Tiefe) und wiegt etwa 710 Gramm inklusive SD-Speicherkarte und Akku.

Das Gehäuse besteht aus Polycarbonat auf einem Aluminiumchassis.

Der Kunststoff fühlt sich zwar etwas nach Plastik an, macht aber keinen billigen Eindruck.

Der Handgriff ist sehr gut ausgeformt und bietet genug Platz sowie Grip für die gesamte Hand.


Die genarbte Gummierung ist an strategischen Punkten wie dem Handgriff und der gut geformten Daumenmulde an der Rückseite sowie auf der linken Kameraseite angebracht.

Allerdings ist die Gummierung auf der linken Kameraseite eher unnütz, da sich hier nicht genug Platz bietet, um die Kamera gut festzuhalten.

Hier hat die Gummierung wohl eher ästhetische Gründe.


Die Bedienelemente sind mannigfaltig und sehr gut positioniert.

Insgesamt besitzt die 90D zwei Drehräder, von denen eines oberhalb des Auslösers zu finden ist, das zweite ist auf der Rückseite um das Steuerkreuz positioniert.

Zudem besitzt die Kamera auch noch einen Joystick auf der Rückseite, erstmals bei Canon in dieser Kameraklasse.

Er dient nicht nur der Fokusfeldwahl, sondern kann auch statt des Steuerkreuzes zur Menünavigation verwendet werden.

Die Bedienelemente liegen optimal in Reichweite von Zeigefinger und Daumen, so dass der Fotograf die Kamera immer sicher im Griff hat.

Der von Canon unter Anderem für die EOS 90D neu entwickelte APS-C-Aufnahmesensor besitzt mit seinen 32,5 Megapixeln (effektiv) die Pixeldichte eines 83 Megapixel auflösenden Kleinbild-Sensors.

Laut Canon soll das Bildrauschen dank neuer Fertigungstechnologien gegenüber früheren Sensoren nicht gestiegen sein.


Das drei Zoll große dreh- und schwenkbare Display ist berührungsempfindlich und dank 1,04 Millionen Bildpunkten hochauflösend.

Der Blick durch den Dachkantprisma-Sucher gelingt dank 100-prozentiger Bildfeldabdeckung problemlos.

Auf der Kameraoberseite gibt ein Schulterdisplay Infos über die wichtigsten Kameraeinstellungen.

Ebenso positiv fiel die Haptik der staub- und spritzwassergeschützten Spiegelreflexkamera auf.

Dank rückseitigem Joystick lassen sich Autofokusfelder und weitere Einstellungen einfach erreichen und einstellen.

Wer aufgrund der zügigen Datenverarbeitung und hohen Serienbildgeschwindigkeit einen dualen Kartenslot erwartet, wird enttäuscht.

Canon hat sich lediglich für einen, aber immerhin UHS-II-kompatiblen, Kartenslot entschieden.

Dank integrierter WLAN- und Bluetooth-Funktion ist die EOS 90D drahtlos mit Mobilgeräten koppelbar.

Mit einem voll aufgeladenen Akku sind unter Berücksichtigung des CIPA-Standards rund 1300 Fotos möglich.


Für schnelle und präzise Fokussierung setzt Canon wie gewohnt auf die Dual-Pixel-CMOS-AF-Technologie. 45Kreuzsensoren liefern tolle Ergebnisse.


Mit Belichtungszeiten von bis zu einer 1/8000 Sekunde (im Live-View-Modus sogar lautlos bis 1/16.000 Sek.) und Serienbildgeschwindigkeiten von fast zehn Bildern in der Sekunde ist die EOS 90D auch für Sport-, Action- und Wildlife-Fotografie hervorragend geeignet.

Dank Augen-Autofokus im Live-View-Modus unterstüzt die Kamera Porträtaufnahmen in Foto und Video.

Die Canon EOS 90D ist in der Lage, Bewegtbild in 4K-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde zu liefern.

In Full-HD ist eine Bildrate von bis zu 120 Bildern pro Sekunde für Zeitlupenaufnahmen drin.

Dank seitlichem Mikrofon- und Kopfhörereingang steht einer ambitionierten Videoproduktion nichts im Wege.


Positiv:

- Der neue CMOS-Sensor im APS-C-Format liefert hochauflösende Fotos

- Schnelle Serienbildgeschwindigkeit

- Erweiterter Live-View-Modus

- Tophandling, dreh- & schwenkbares Display


Negativ:

- Zunehmendes Rauschen ab ISO 1600

- Trotz hoher Serienbildgeschwindigkeit bietet die EOS 90D keinen zweiten Karteneingang


Das riesige Objektivangebot sowie der erweiterte Funktionsumfang im (lautlosen) Live-View-Modus machen die EOS 90D dennoch zu einer klaren Kaufempfehlung für mich.


Hier gibt es ein schönes Video dazu:


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